Darüber hinaus ist angesichts der wachsenden Bedeutung des Gemeinsamen Marktes in der Europäischen Union sowie des wachsenden Handels mit Staaten außerhalb der EU auch eine zunehmende Kooperation auf europäischer und internationaler Ebene erforderlich.
Auf nationaler Ebene ist eine enge Kooperation mit der Patentanwaltschaft, vertreten durch die Patentanwaltskammer, und dem Bundespatentgericht von grundlegender Bedeutung für die Arbeit des DPMA. Darüber hinaus besteht eine Vielzahl von weiteren Kooperationsfeldern:
Das DPMA unterstützt die Aktivitäten der regionalen Patentinformationszentren, der Industrie- und Handelskammern und der Verbände. Es besteht ein enger Kontakt mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), welches u. a. das SIGNO-Netzwerk (früher: INSTI) und die Patentverwertungsagenturen an den Hochschulen fördert. Der Patentserver des BMWi informiert über Fördermöglichkeiten und Fragen der Patentverwertung. Zusammen mit der Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz des Zolls informiert das DPMA auf wichtigen Messen zum Thema Marken- und Produktpiraterie.
Die zentralen Informationsdienstleistungen des DPMA im Internet werden auf regionaler Ebene durch qualifizierte Beratungs- und Informationsangebote ergänzt. Das DPMA unterstützt hier insbesondere die regionalen Patentinformationszentren.
Das DPMA arbeitet in verschiedenen Kunden-Gremien mit, um seine Arbeit an den Kundenbedürfnissen ausrichten und weiterentwickeln zu können. Zu diesen Interessenvertretungen zählen z. B. VPP, ARPAD, ARMAD und PDG.
Auf europäischer Ebene besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Europäischen Patentamt (EPA) und dem Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM). Das DPMA vertritt die Interessen des Mitgliedsstaats Deutschland zusammen mit dem Bundesministerium der Justiz in den Gremien der Europäischen Patentorganisation sowie im Verwaltungsrat des Harmonisierungsamts. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit dem EPA und dem HABM auf zahlreichen fachlichen Ebenen.
Ziel des Projekts "IP Awareness and Enforcement: Modular Based Actions for SMEs" ist, kleine und mittlere Unternehmen in der EU verstärkt für das geistige Eigentum zu sensibilisieren und über Durchsetzung von Schutzrechten zu informieren. In dem Projekt arbeiten 20 nationale Patentämter der EU-Mitgliedsstaaten (einschließlich des DPMA) unterstützt von der Europäischen Kommission zusammen. Die Informationsplattform innovaccess.eu mit Informationen zum gewerblichen Rechtsschutz in den EU-Staaten sowie die Website ipr-helpdesk.org mit speziellen Informationen für Partner in EU-geförderten Forschungsprojekten werden im Rahmen des EU-Projekts weiterentwickelt.
Auf internationaler Ebene wirkt das DPMA in zahlreichen Gremien der Weltorganisation für geistiges Eigentum, Genf, mit. Zudem unterhält es weltweit partnerschaftliche Beziehungen zu anderen Patentämtern.
© 2010 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 19.01.2010